Eine Kelleraußenabdichtung ist eine wichtige Maßnahme, um einen Keller dauerhaft trocken und schimmelfrei zu halten. Sie schützt das Gebäude von außen gegen Feuchtigkeit, Sickerwasser und drückendes Wasser (je nach Bodenverhältnissen).
Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
🔧 Was man für eine Kelleraußenabdichtung braucht:
-
Freilegung der Kellerwand
-
Erdreich rund um das Gebäude ausheben (bis zur Fundamentunterkante).
-
Wände reinigen (Schmutz, alte Abdichtungen, Risse entfernen).
-
-
Untergrundvorbereitung
-
Risse ausbessern (z. B. mit Reparaturmörtel).
-
Unebenheiten glätten.
-
-
Grundierung
-
Bitumen-Voranstrich oder spezielle Haftgrundierungen auftragen.
-
-
Abdichtungsschicht
Je nach Wasserbelastung:-
Bitumendickbeschichtung (KMB)
-
Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (PMBC)
-
Dichtschlämme (bei weniger Druckwasser)
-
Schweißbahnen (z. B. Bitumenbahnen bei starkem Druckwasser)
-
-
Schutzlage
-
Schutzplatten oder Noppenbahn (damit die Abdichtung nicht beschädigt wird).
-
Optional Wärmedämmung (Perimeterdämmung).
-
-
Drainage (wenn nötig)
-
Drainagerohr mit Filtervlies, Kiesbett, Gefälle zum Kontrollschacht.
-
-
Verfüllung
-
Mit geeignetem, nicht bindigem Material (z. B. Kies, Sand).
-
✅ Vorteile der Kelleraußenabdichtung:
-
Trockener Keller → kein Schimmel, keine Feuchtigkeitsschäden
-
Langlebiger Schutz → Abdichtung hält Jahrzehnte
-
Schutz der Bausubstanz → keine Korrosion oder Frostschäden
-
Wohnraumerweiterung → Keller kann als Wohnraum genutzt werden
-
Wertsteigerung der Immobilie
⚠️ Wichtig:
-
Die Art der Abdichtung hängt vom Lastfall ab (nach DIN 18533):
-
Bodenfeuchte
-
Nicht drückendes Wasser
-
Drückendes Wasser (z. B. Grundwasser)
-
-
Im Zweifel sollte ein Bausachverständiger oder Bauingenieur die Situation bewerten.
Kelleraußen - Abdichtung
Kommentare
Kommentar veröffentlichen